SVEN STRATMANN

SVEN STRATMANN

Installatie bij het Stift

 

Technisch:
2 Kanal Video-Mapping Projektion mit synchronisiertem Stereosound. (12 minütiger Loop)


Vogelskulpturen aus Holz und Plexiglas werden als Projektionsflächen unter freiem Himmel als zwei räumlich getrennte und interagierende “Cluster“ installiert. Die Projektionsflächen leuchten synchron zu echten- oder imitierten Vogellauten auf.


Inhaltlich:
In einer natürlichen Umgebung hören und beobachten wir Vögel und deren Gesang. Was zunächst Arkadisch anmutet, muss im Laufe der Beobachtung neu bewertet werden. In der anfänglich natürlich erscheinenden Klangkulisse tauchen in erhöhtem maße Muster und Wiederholungsstrukturen auf. Auch die Natürlichkeit der Vogelstimmen muss in Frage gestellt werden. Sind es echte Vogellaute, Menschen die Vogelstimmen imitieren oder gar mechanische Vogelstimmenautomaten, die die laute Frabrizieren – und somit Kommunikation imitieren. Die Klangfarben und Laute ändern sich.  Befinden wir uns noch in einem Garten oder vielleicht in einem Twitter feed? Jeden Tag werden fünf Millionen Tweets bei Twitter versendet, womit täglich etwa zehn Millionen Seiten gefüllt werden könnten. Der in den USA beheimatete Vogel namens Rotaugenvireo zwitschert dagegen bis zu 20.000 Lieder am Tag.

 

“Constantly talking isn’t necessarily communicating.” (Charlie Kaufman)


“ah-di-dee … pee-ah-wee … ah-di-dee … pee-oh“ *  (Waldschnäppertyrann)
(*Lautmalerische Umsetzung einer Aufzeichnung des Morgendämmerungsgesangs. Basierend auf einer Aufnahme von Aretas Saunders, Conneticut, 1932.)

Idee und Konzept: Sven Stratmann (2017)
Assistenz: Nadja Berkenkopf

Date

15 augustus 2017

Category

BAFF 2017